Aarg. Kantonaler Schwingerverband
 
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NEWS
Exklusiv Interview Martin Härri ist unser Aargauer Kampfrichter am Eidgenössischen in Zug.
05.04.2019, PA

Auf Grund seiner Leistungen ist Martin Härri als Kampfrichter für das Eidgenössische Schwingfest in Zug ausgewählt worden.

1. Wie bist Du zum Kampfrichter geworden?
• Durch meine Jungs sowie einen damals aktiv Kampfrichtern den Klubkollegen, welcher kürzer treten wollte.
2. Du arbeitest seit 2006 als Kampfrichter. Was begeistert Dich bei dieser Tätigkeit?
• Diese Sportart hat mich schon immer sehr fasziniert. Da ich aber mit meiner Grösse und Statur nicht gerade das Idealmass für einen Schwinger habe, kann ich als Kampfrichter trotzdem nahe am Geschehen sein.
3. Macht es für Dich einen Unterschied, an einem Rang-, Kranz- oder Bergfest im Einsatz zu stehen?
• Nein, überhaupt nicht. Jedes Fest ist für sich speziell.
4. Auf wie viele Einsätze kommst Du im Jahr?
• Auf ca. 12 – 15 Einsätze.
5. Du hattest schon bedeutende Einsätze als Kampfrichter. Welche waren diese?
• Unspunnen 2017 und ENST Landquart 2018
a. Welcher ist Dir in bester Erinnerung und warum?
• Das Unspunnenschwinget mit seiner speziellen Atmosphäre und natürlich für mich als Höhepunkt, der Schlussgang.
b. Welcher die schlechteste Erinnerung und warum?
• Der Jungschwingertag Baselstadt 2017. Hier wurde ich am Baselstädter kurzfristig angefragt, habe zugesagt (trotz Ferien) und fuhr dafür am Samstagmorgen früh extra aus dem Wallis nach Basel, und ich habe nicht einmal ein Dankeschön erhalten dafür.
6. An einem Eidgenössischen im Einsatz zu stehen, ist das das Ziel eines Kampfrichters?
• Nicht unbedingt, Es ist aber sicher ein schöner Höhepunkt in einer Kampfrichterkarriere. Zudem muss betont werden, dass gar nicht jeder Kampfrichter das Ziel hat, in der höchsten Kategorie mitzuwirken.
7. Wie bereitest Du dich auf Zug vor?
• Nicht speziell. Ich hoffe aber, dass ich mich mit den beiden, mir zugeteilten Kampfrichterkollegen gut verstehen werde.
8. Die Reglemente erneuern sich laufend. Wie findest Du diese Entwicklung?
• Ich finde das gut, da sich die Zeit ja auch verändert und gewisse Regelungen nicht mehr zeitgemäss waren. Wichtig wäre aber, dass die Änderungen sicher für eine Saison durchgezogen werden. Keine Änderungen während der laufenden Saison.
9. Der Schwingsport hat sich verändert. Haben sich auch die Schwinger verändert?
• Die Schwinger selbst haben sich nicht verändert. Verändert hat sich aber der Trainingsaufwand, um an der Spitze mithalten zu können. Schwingen ist heutzutage Spitzensport.
10. Was ist Dein bewegtes Erlebtes in Deiner bisherigen Kampfrichtertätigkeit?
• Die unerwartete Nominierung als Schlussgang-Kampfrichter am Unspunnen.
a. Was für Tipps kannst Du einem neuen Kampfrichter auf dem Weg geben?
• Du bist der Chef auf dem Platz. Lass Dich durch die «Besserwisser» im Publikum nicht irritieren.
b. Was sollte er auf keinen Fall tun? Heimatschutz?
• Es ist egal, ob ein Jungschwinger oder ein Schwingerkönig im Sägemehl steht. Eine gute Note muss man sich zuerst verdienen. Heimatschutz geht gar nicht!
c. Was sind die wichtigsten Eigenschaften eines guten Platzkampfrichters?
• Neutral und objektiv bleiben. Sich nicht durch grosse Namen beeinflussen lassen. Jederzeit guten Blickkontakt zum Kampfrichtertisch haben.
d. Was sind die wichtigsten Eigenschaften eines guten Tischkampfrichters?
• Konzentriert bleiben, trotz vieler Störfaktoren. Gute Kommunikation mit dem anderen Tischkampfrichter, damit die Meinung vom «Tisch» gemacht ist, wenn der Platzkampfrichter an den Tisch kommt. So können grosse Diskussionen vermieden werden.
11. Was ist für Dich das Schönste an einem Schwingfest (Kampfrichtereinsatz)?
• Die gesamte Atmosphäre und das friedliche Miteinander der Schwinger sowie der Zuschauer. Der gute Mix zwischen Folklore und Moderne, Jung und Alt.
12. Hast Du Ergänzungen oder liegt Dir noch was auf dem Herzen?
• Es wäre schön, wenn die Vorgaben des Verbandes für die Teilnahme an den grossen Schwingfesten (z.B. Kantonales, NWS, Bergfeste etc.) auch durchgezogen würden (Kampfrichterausbildung sowie Repetitionskurse müssen besucht worden sein!).
• Es wäre wünschenswert, dass die Kampfrichtertische einen Sonnen- bzw. Regenschutz haben. Wenn ein Zelt nicht möglich ist, dann mindestens einen Schirm.

Ich wünsche Dir und all Deinen Kampfrichterkameraden viel Freude und eine gute Hand in der kommenden Saison.